Fanclub der BERLIN RECYCLING VOLLEYS
Wir, der Fanclub "7. Mann" werden auch in der Saison 2011/2012 die BERLIN RECYCLING Volleys bei ihren Spielen stimmgewaltig unterstützen und unsere Halle für jeden Gegner in eine wahre Hölle verwandeln.
Jeder, der den Volleyball mag und unserer Mannschaft sportlich fair den Rücken stärken will, ist bei uns herzlich willkommen.
Kommt einfach in unseren Fanblock und habt Spaß mit uns.

Welcome home Robert
Ich kann mich noch an das letzte Spiel von Robert, damals noch im Dress des SCC erinnern. Es war das Match um den dritten Platz, im Jahr 2005, beim Moerser SC. Nun ist er wieder da. Diesmal ist es unserem Management wirklich gelungen einen Hochkaräter, zur Verstärkung an die Spree zu holen.
Robert übergibt, bei seinem letzten Spiel im
Dress des SCC sein Trikot an Thimo Paul.
Es sind derweil über 190 Spiele die er für unsere Nationalmannschaft bestritten hat. Das zeugt von Güte und
Konstanz. In den Berliner Medien ist heute viel über diese Verpflichtung geschrieben worden. Da wollen wir uns

zurückhalten. Was wir sagen wollen ist.
Herzlich willkommen zu Hause, Robert.
Wir hoffen das Du Dich, mit Deiner Freundin und Deinem Sohn, hier sehr schnell wohl fühlst.
Einen Bericht zur Abschlussfeier findet Ihr unter Interviews
Der große Traum ist wahr geworden
Obwohl dieses hochdramatische Spiel nun bereits einige Tage der Geschichte angehört, sind wir alle, die dabei waren, noch immer irgendwie in Trance.
Sicher, gehofft haben wir alle, denn wir sahen unser Team, aufgrund des eindeutigen Sieges im 4.Finalspiel, psychologisch ein wenig im Vorteil. Doch der Heimvorteil spielte in allen vier bisherigen Spielen anscheinend eine so große Rolle, so dass uns schon bewusst war, dass einfach alles stimmen musste, um den Titel zu holen.
Eines war aber absolut sicher; unsere Mannschaft braucht bedingungslose Unterstützung, und diese lieferten wir in einem Umfang, der bis dato noch nie so gegenwärtig war. Sagenhafte 180 Fans machten sich auf den Weg nach Unterhaching, und alle waren bereit, dass bestmögliche bei zu tragen.

An dieser Stelle ein riesiges, riesiges Danke Schön an die DKB, die uns zwei Busse kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Und natürlich war auch Kaweh Niroomand wiederum bereit, wie schon im 1. und 3.Spiel, den BRV-Bus für uns Fans zu chartern. Darüber hinaus kamen dann noch einige Fans mit dem PKW, sowie mit dem Flugzeug in den Süden Bayerns.
Zu erwähnen ist auch selbstverständlich, dass wir wiederum tatkräftige Unterstützung von den Netzinos erhielten, die mit ihren Trommeln in erheblichen Umfang dafür sorgten, dass unser Block unüberhörbar war. Und auch die Bluebears aus Friedrichshafen waren wieder mit einer Abordnung dabei, dem Fanclub 7.Mann zur Seite zu stehen. Einen herzlichen Dank an beide Fraktionen.

Die Halle war natürlich restlos ausverkauft, und wahrscheinlich wurden auch einige Karten zusätzlich, über den zugelassenen 1512 Personen hinaus, ausgegeben.
Somit war auch zunächst der für uns reservierte Bereich zu klein bemessen, um uns zu platzieren. Ich hatte dann im Vorfeld, weit vor Öffnung der Halle, in Gesprächen mit den Verantwortlichen von Unterhaching, eine Erweiterung der Reservierung erwirkt, die aber eigentlich immer noch nicht ausreichend war. Zum Glück waren fast alle Berliner Fans bei Hallenöffnung sofort zur Stelle, damit wir uns dann ordentlich positionieren konnten. Trotzdem war für viele nur Stehen angesagt, denn die Sitzplätze reichten vorne und hinten nicht. Aber das sollte selbstverständlich keine Rolle spielen, denn wir wollten ja unser Team lautstark unterstützen, und uns nicht "ausruhen".
Nun, ich denke, zum Spielverlauf muss ich nichts schreiben, nur soviel, es war reine Dramatik pur. Schon der erste Satz sorgte bei uns für die eine oder andere Herzattacke. Nach mehreren Satzbällen für Haching, dann das glückliche Ende für uns. Haching wurde mit dem Druck dann erstaunlich gut fertig und gewann die folgende beide Sätze. Dann aber bewiesen unsere Jungs Nervenstärke und brachten den vierten Satz souverän nach Hause. Die Dramatik steigerte sich also
nochmals. Im fünften Spiel, musste der fünfte Satz die Entscheidung bringen, dass kann sich kein Filmautor besser ausdenken.
Zum Wechsel 8:6 für uns, die Hoffnung steigerte sich; dann vier Punkte für Haching, also 8:10 zurück, keiner konnte mehr klar denken. es wurde nur noch gebangt und gebetet. Dann bei 12:13 eine Szene, die uns natürlich heiß diskutieren ließ. Der Angriff von Christian Dünnes war im Aus, wurde aber Gut gegeben. Ehrlich gesagt, aus unserer Sicht, war dies auch nicht eindeutig zu erkennen, erst die späteren Fernsehbilder bestätigten unsere Vermutung. Aber sei´s drum, es steht 12:14, und in unseren Gedanken und Gesichtern war wahrscheinlich nur noch Verzweiflung vorhanden. So dicht dran - und doch vergebens?

Was dann geschah, haben nicht nur ich, sondern auch viele andere, nur noch in Trance wahr genommen. Sollte es einen Volleyball-Gott geben, dann war er an diesem Nachmittag auf unserer Seite. Genial war der Block von Scott zum 14:14, von dem er übrigens den gesamten Abend, bis einschließlich Landung in Berlin, immer und immer wieder erzählte. Der Ausspruch "linke Hande" wird uns allen noch viele Jahre im Ohr klingen. Zu unserem Glück, flatterten bei Haching jetzt die Nerven.
Kaliberda klar ins Aus, dann eine missglückte Annahme von Prüsi, Skladany konnte nicht mehr viel machen, nochmals Block von Scott, und dann - einfach nur grenzenloser Jubel. Ich selbst konnte den Siegpunkt, in unserem wilden Gewusel auf den Rängen, gar nicht sehen. Ich sah plötzlich nur jubelnde Hände, und flippte dann völlig aus, und neben mir noch 180 wie irre tanzende Berliner Fans. Umarmung, wildes Geküsse, am Boden wälzen, sein Glück hinaus schreien, alles war im
Taumel. Ich ging erst mal kurz an die Seite und verdrückte eine kleine Träne, und ich war nicht der einzige. Nach einigen Minuten des Jubelns gab es für mich dann kein Halten mehr auf den Rängen. Ich musste natürlich zu unseren Jungs, und jeden Einzelnen umarmen. Ein großes Kompliment in diesem Zusammenhang an den Hachinger Sicherheitsdienst, der großes Fingerspitzengefühl zeigte, und mich und einige andere Berliner Fans, die Freude auch auskosten ließ.
Das war nicht selbstverständlich - DANKE!!!
Der Rest der Halle war natürlich zunächst mal totenstill, und mir wurde dann auch bewusst, was jetzt in den Köpfen der Hachinger Fans herum ging. Den Meistertitel eigentlich schon in den Händen und doch so knapp daran vorbei. Auch hier ein Kompliment an alle Beteiligten, nicht nur die Hachinger Mannschaft gratulierte unserem Team, auch die Hachinger Fans beglückwünschten uns, und bei der Siegerehrung gab es aufrichtigen Applaus für unser Team.

Dann natürlich der Höhepunkt, der ewig unvergessen bleiben wird - die Übergabe der Meisterschale. Der Sekt spritze auf dem Podium und bei uns Fans durchliefen alle Glücksgefühle dieser Welt den Körper. Für diesen einen Augenblick eine ganze Saison investiert, was Schöneres kann man sich in diesem Moment nicht vorstellen.
Nachdem die Spieler alle die Meisterschale, mehr oder weniger ausgiebig, durch die Halle getragen hatten, wurde diese auch für die Fans frei gegeben. So einige Erinnerungsfotos gingen in die Kameras, und schon bald, den neuen Medien wie Facebook etc. sei Dank, auch auf die Reise durch das Land.
Natürlich durfte dann auch ein spezielles Ritual nicht fehlen. Analog zu den früheren Meisterschaften, küsste das Triumvirat Kaweh Niroomand, Günter Trotz und meine Wenigkeit, den Hallenboden, auf dem der Titel errungen wurde. Für die Nachwelt natürlich ausgiebig fest gehalten.
Am Biertresen in der Halle dann natürlich noch so einige Siegerbierchen und so nach und nach machten sich dann die Fans auf die Heimreise; die drei Busse fuhren fast gemeinsam ab, dann die diversen Pkws, und wir "Flieger" hatten noch ein wenig Zeit. Selbstverständlich wollten wir noch einen ganz separaten Siegerschluck in unserem Hachinger Stammlokal Kammerloher zu uns nehmen, bevor es Richtung Flughafen ging.
Dort wurde die Wartezeit natürlich ausgiebig für die Fortführung der Feierlichkeiten genutzt und bei dem einen oder anderen Spieler wurde die Augen doch schon ein wenig glasig (bei uns übrigens auch). Nachdem uns Scott, gefühlte 200 Mal, wieder von seiner "linken Hande" berichtete, ging es los Richtung Berlin, wo wir alle mehr als erstaunt waren, über den Empfang am Flughafen Tegel. So ca. 50 Fans, die nicht mit in Unterhaching dabei sein konnten, empfingen das Team und fielen
in einen Jubelsturm, als Kapitän Jaro mit der Meisterschale in die Wartehalle trat. Auch ein Fernsehteam war anwesend und führte Interviews mit dem Team.

Die Mannschaft und die Offiziellen fuhren dann noch in ein italienisches Restaurant zu einer weiteren Feier, während wir anderen so langsam den Heimweg antraten.
Es erübrigt sich sicherlich zu erwähnen, dass aber eigentlich niemand so richtig schlafen konnte, das geschehen lief immer und immer wieder durch den Kopf.
Wer das Spiel sich noch mal in Ruhe anschauen möchte, hier der Link zu Spobox:
http://www.spobox.tv/volleyball/generali-haching/on-demand-generali-haching-vs-br-volleys
Es lohnt sich!!!!
